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Neuigkeitenübersicht der Klinikschule Schömberg

Vier Personen blicken lächelnd in die Kamera. Die Person ganz links hält einen Blumenstrauß.
Abschied vom Schuldienst nach 35 Jahren

September 2018. Marianne Fratzel, Leiterin der Klinikschule, geht in den Ruhestand.

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26.09.2018

In der Runde ihres Kollegiums sowie der Klinik-Mitarbeiter wurde Marianne Fratzel auf herzliche Art und Weise verabschiedet. Reden, Gesangseinlagen, ein Ratespiel und die augenzwinkernde Überreichung eines "Schulzeugnisses" sorgten für eine familiäre Stimmung. Sogar zwei Klinik-Clowns mit Gitarre und eine kleine Patientin gesellten sich spontan zu der Feier und brachten der Schulleiterin a.D. ein Ständchen dar.

Das Wohl der Schüler lag ihr am Herzen

1983 war Marianne Fratzel nach ihrem Studium der Sonderpädagogik in den Schwarzwald gekommen. An der Klinikschule in Schömberg begann sie ihre erste Stelle und blieb ganze 35 Jahre lang.

Dabei lag Marianne Fratzel immer das Wohl der Schüler am Herzen, wie Geschäftsführer der Reha-Südwest Peter Hafner in seiner Ansprache betonte. "Ihre Arbeit bedeutete ein immer wieder neues Sich-Einlassen auf die Schüler, die mit ganz unterschiedlichen Geschichten, Hintergründen und Prognosen zu Ihnen kamen." Diese Herausforderung meisterte Fratzel mit viel Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und Geschick.

Ab 2004 behielt sie zudem als Schulleiterin die Zusammenarbeit mit der Kinderklinik im Blick. Das brachte noch mehr Verantwortung mit sich, oder, wie Hafner anerkennend sagte: "Das ist kein Job, bei dem mit dem Schließen der Bürotür auch der Gedanke an die Arbeit ins Schloss fällt."

Oberarzt Dr. Christoph Seilacher lobte in Vertretung der Klinikleitung Marianne Fratzels unprätentiöse Art, mit der sie für Harmonie im Kollegium gesorgt hatte. So sei sie "unauffällig mit der Zeit gegangen" und habe "wohltuend" zum "Geist der Kinderklinik" beigetragen.

Die Freude am Lernen erlebt

"Es war eine bewegte Zeit, es war nie eintönig", fasst Fratzel ihre Amtszeit in Worte. Die Interdisziplinarität sowie die bereichernde Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen hatte sie sehr geschätzt. So hatte sie immer wieder ihre Freude am Lernen erleben können – denn der Schulunterricht bietet den Schülern Ablenkung von ihrem Klinikaufenthalt und gibt ihnen ein Stück ihrer Alltags-Routine zurück.

Das Wissen, einem sinnvollen Job nachzugehen, sowie den Austausch mit den Kollegen wird die Schulleiterin im Ruhestand vermissen. Fehlen werden ihr auch die Kinder mit ihren unterschiedlichen Zugängen zur Welt: "Sich in die Wahrnehmungs- und Denkweisen der Kinder immer wieder neu einfühlen zu müssen, das macht diesen Beruf so vielseitig und interessant."

Die kommissarische Schulleitung übernimmt ab sofort ihr Kollege Wolfram Liebendörfer.

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