06.11.2025
Krautheim. Frisches Obst und knackiges Gemüse gehören ab sofort zum Schulalltag an der Andreas-Fröhlich-Schule (AFS) in Krautheim. Die Einrichtung nimmt am EU-Schulprogramm teil, das Kindern in teilnehmenden Grundschulen regelmäßig eine Extraportion gesunder Lebensmittel ermöglicht.
Die Klassensprecher und Klassensprecherinnen haben sich im Vorfeld engagiert auf die Suche nach Sponsoren gemacht. Um Unterstützung zu gewinnen, produzierten sie ein eigenes Video. Darin zeigten sie, wie wertvoll regelmäßig frisches Obst und Gemüse für die Schule ist und warum gesunde Ernährung im Schulalltag so wichtig ist.
Mit diesem Video besuchten die Kinder die nahegelegene Firma Rüdinger Spedition, ein Hohenloher Familienunternehmen, und stellten ihr Projekt persönlich der Geschäftsführung vor. Mit Erfolg: Das Unternehmen erklärte sich bereit, als Sponsor einzuspringen und das Programm tatkräftig zu unterstützen.
Der Großteil der Kosten wird von der Europäischen Union getragen, den verbleibenden Anteil übernimmt die Firma Rüdinger in Krautheim. Die AFS bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich bei der Firma Rüdinger für die Unterstützung und den gemeinsamen Nachmittag! Der Grundstein ist gelegt: Die Pausen an der AFS werden künftig nicht nur leckerer, sondern auch gesünder.
Inzwischen ist die erste Lieferung eingetroffen und wurde von den Schülern und Schülerinnen begeistert verkostet.
Artikel geschrieben von Pauline Schmidt
06.11.2025
Krautheim. In zwei gemeinsamen Lesungen erlebten Fünft- und Sechstklässler der Realschule und der Werkrealschule Krautheim, die Sekundarstufenschüler- und schülerinnen der Andreas-Fröhlich-Schule und des SBBZ Hohenlohe-Franken eine ganz besondere Begegnung mit Literatur.
Anlässlich des Frederick-Tags – einem landesweiten Literaturfest in Baden-Württemberg, das die Freude am Lesen wecken und fördern soll – hatten die Kinder am Mittwoch, den 22. Oktober 2025, die einmalige Gelegenheit, eine echte Autorin kennenzulernen. Der Name des Aktionstags geht auf die berühmte Maus Frederick zurück, die anstelle von Körnern und Nüssen lieber Wörter, Farben und Sonnenstrahlen sammelt, um daraus Geschichten zu weben und Licht in die grauen Wintertage zu bringen.
Die Kinder lauschten aufmerksam, als die Autorin Dagmar Petrick sich und ihren Roman „Martha, Helen und der Weg aus der Dunkelheit“ vorstellte. Die Geschichte spielt im Jahr 1887 in Alabama und erzählt von zwei Mädchen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Helen ist weiß, wohlhabend, taub und blind. Martha ist dunkelhäutig, die Tochter der Köchin – und wird von der weißen Gesellschaft kaum wahrgenommen. Doch das Schicksal verbindet die beiden. Martha soll auf Helen aufpassen, deren Wutausbrüche immer heftiger werden, weil sie nichts versteht und niemand sie versteht. Erst als die junge Lehrerin Anne Sullivan nach Ivy Green kommt, beginnt sich alles zu verändern. Sie bringt Helen bei, Worte zu begreifen und Sprache zu fühlen – und auch Martha lernt mit. Aus Dunkelheit wird Licht, und beide Mädchen entdecken, was es bedeutet, eine eigene Stimme zu haben. Der Roman basiert auf der wahren Geschichte von Helen Keller und ihrer Freundin Martha Washington.
Im Anschluss an die Lesung stellten die Schüler und Schülerinnen zahlreiche Fragen – zu den Figuren des Buches, und auch über den Beruf der Autorin und den Entstehungsprozess einer Geschichte. Dagmar Petrick gab geduldig und offen Auskunft und begeisterte die Kinder mit ihrer Leidenschaft fürs Schreiben. Zum Abschluss dieser gelungenen, kurzweiligen Lesung bedankten sich die Schüler und Schülerinnen mit herzlichem Applaus.
24.09.2025
Wört. Am 19. September war es endlich soweit: Die diesjährigen Erstklässler und Erstklässlerinnen konnten gespannt und aufgeregt ihrem ersten Schultag entgegenblicken. Gemeinsam feierten die Konrad-Biesalski-Schule (KBS) und Grundschule Wört auf dem Pausenhof die Einschulung von insgesamt 19 Schülern und Schülerinnen, davon werden zwölf Kinder mit körperlich-motorischem Förderbedarf die KBS besuchen. Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Feier mit einer Begrüßung der neuen Schulkinder und deren Eltern von Jennifer Kinsky, stellvertretende Schulleitung der KBS und Louisa Fuchs gemeinsam mit Sonja Uhl- Kling, kommissarische Schulleiterinnen der Grundschule eröffnet.
Bevor es zum ersten Mal durch die Schultüren ging, durften die neuen Schüler und Schülerinnen den Auftritt der vierten Klasse der Grundschule bewundern. Passend zum Wetter hielten die „großen“ Schulkinder verschiedene Blumen in der Hand. Die Kinder erklärten, dass es viele verschiedene Pflanzen und Blumen auf der Welt gibt. Manche sind stachelig, manche fühlen sich fast flauschig an, manche sind knallig bunt und andere klein und unscheinbar – aber doch sind sie alle zusammen wichtig. „So wie auch die Blumen auf der ganzen Welt unterschiedlich sind, so verschieden seid auch ihr“, erklärt Ursula Stengel-Wünsch, Abteilungsleiterin der Grundstufe und Außenklassen an der KBS. „Aber jeder ist auf seine eigene Weise einzigartig und wertvoll für die Gemeinschaft und ein buntes, frohes Miteinander an unseren Schulen.“ Passend dazu führten dann die Schüler und Schülerinnen der Konrad-Biesalski-Schule einen Tanz zum Lied „Alles ist bunt“ auf. Eingebunden in einen Gottesdienst konnten die neuen Schulkinder so schon bei ihrer Begrüßung etwas Wichtiges mit auf den Weg nehmen. Nach dem gemeinsamen Einschulungsfoto verabschiedeten sich die Erstklässler und Erstklässlerinnen sichtlich aufgeregt in ihre erste Schulstunde. Die Eltern konnten sich bei Kaffee, Kuchen und Finger-Food, organisiert durch den Elternbeirat der Grundschule, austauschen, bis der erste Schultag zu Ende war.
18.09.2025
Wört. Am Sonntag, 14. September, öffnete Tonis Hofcafé, so der Name des neuen Inklusionscafés in Dinkelsbühl offiziell seine Türen. Im vollständig sanierten "Carl-Fortunat-Haus" als Teilgebäude des Spitalkomplexes hat das Inklusionsunternehmen der Konrad-Biesalski-Schule einen besonderen Ort für die Realisierung des besonderen Gastronomieprojektes gefunden. Bereits drei Tage zuvor startete der Probebetrieb in den barrierefrei gestalteten Räumen im Erdgeschoss. Ziel des Pre-Openings war es vor allem, dem neuen Team aus Menschen mit und ohne Behinderung Sicherheit bei den Abläufen im alltäglichen Cafébetrieb zu vermitteln. So lief bereits an diesem Tag der erste Kaffee durch die Maschine und die ersten Tortenstücke wurden aus der bunt gefüllten Kühltheke heraus verkauft. Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen konnten die ersten Gäste schon einmal auf der ruhig gelegenen Terrasse im Hinterhof Platz nehmen.
Im Zuge des Tags des offenen Denkmals nahm Tonis Hofcafé dann offiziell den Betrieb auf. Das Café sei ein geeigneter Ort, an dem Vielfalt gelebt und vor allem auch gemeinsam erlebt werden kann, so Ron Geyer, Geschäftsführer des Inklusionsunternehmens "Konrad-Biesalski-Schule - Arbeit und Integration - gGmbH" und Betriebsträger. Dieses Gefühl war bereits am Tag der Eröffnung deutlich zu spüren. Ein bunt gemischtes Publikum aus Eltern mit Kindern, politischen Vertretern, Kulturinteressierten oder Touristen, die Lust auf Kaffee und selbstgemachten Kuchen hatten, besuchten das zentral in der Altstadt gelegene Inklusionscafé. „Auch wenn wir durch unsere Dienstleistungen im Bereich Kantinen und Catering bereits Erfahrungen mitbringen, ist Tonis Hofcafé der erste Café-Betrieb mit Service. Wir müssen natürlich als Team und Unternehmen noch weiter lernen, aber ich bin überglücklich, dass wir den Start so gut gemeistert haben“, so Alexandra Botsch, die mit Ihrer hauswirtschaftlichen Expertise die Umsetzung eng begleitet hat. Der große Andrang am Eröffnungstag von Tonis Hofcafé überwältigte das Team, das ununterbrochen Gäste im Innen- und Außenbereich bediente. Bei spätsommerlichem Wetter lud vor allem auch die Terrasse zum Verweilen bei ausgelassener und guter Stimmung ein.
„Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit hier ein so besonderes Café eröffnen zu können. Durch die umfassende Unterstützung seitens der Stadt haben wir hier beste Startvoraussetzungen für so ein Projekt,“ so Ron Geyer, der am Eröffnungstag sogar selbst im Service aushalf und den Tag als vollen Erfolg wahrgenommen hat. Gemeinsam mit Alexandra Botsch und Anja Strauß, die die operativen Verwaltungsaufgaben übernimmt, wurde das Konzept im Team angebahnt und umgesetzt.
Neben dem fest angestellten Team von Beschäftigten mit und ohne Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt werden in Tonis Hofcafé auch Praktikanten und Ehrenamtliche in den Betrieb eingebunden. Mit dem Café solle laut Geyer auch ein Übergang von der beruflichen Bildung in die Themenfelder Arbeit und selbstständige Lebensführung geschaffen werden. So werden Schüler der Konrad-Biesalski-Schule schon frühzeitig Einblicke in die beruflichen Tätigkeiten im Café bekommen.
Regulär geöffnet sein wird das Hofcafé donnerstags bis sonntags jeweils von 11.00 bis 17.30 Uhr. Neben dem Verkauf von Kuchen und Kaffee wird es auch Herzhaftes wie Sandwiches, Salate sowie wechselnde Tagesgerichte geben. Das besondere Highlight auf der Speisekarte bleibt die Tonis-Torte, die mit Blick auf Dinkelsbühl aus Dinkelmehl und regionalen Äpfeln gebacken wird. Lisa Ilg ist als Meisterkonditorin für die Bestückung der Kuchen- und Tortentheke verantwortlich. Gebacken wird immer vor Ort und mit regionalen Zutaten – frisch, saisonal und mit dem Anspruch auf höchste Qualität.
04.08.2025
An der Konrad-Biesalski-Schule (KBS) in Wört fand auch in diesem Jahr zum Abschluss des Schuljahres ein Fest für alle Mitarbeitenden statt. Nachdem die Schüler und Schülerinnen in die Sommerferien verabschiedet wurden, begann sich die Schulaula der KBS mit Mitarbeitenden aus allen Einrichtungsteilen der Region zu füllen. Aufgrund des schlechten Wetters musste die Festlichkeit leider nach Innen verlegt werden. Zur Begrüßung blickte Schulleiter Hannes Scholz noch einmal auf das vergangene Schuljahr zurück: „Unser traditionelles Fest am letzten Schultag vor den großen Ferien ist ein Teil unseres Danke-Sagens. Danke für eure Arbeit in den Teams und den jeweils persönlichen Einsatz an den zahlreichen Standorten in der Region, welcher dazu beigetragen hat, dass wir auch dieses Jahr alle Herausforderungen gemeistert haben.“ „Gemeinsam können wir nun in die Ferien starten und bereits auf eine gute Unterrichtsversorgung im neuen Schuljahr blicken“, betonte die stellvertretende Schulleiterin Jenny Kinsky.
Bevor das große Catering-Buffet eröffnet wurde, durften sich die langjährigen Mitarbeitenden auf ein kleines Dankeschön freuen. Für ihren langjährigen Einsatz geehrt wurden Martina Trostel (25 Jahre), Daniela Fuchshuber (25 Jahre), Gabriele Freymüller (25 Jahre), Bernadette Kohler (25 Jahre), Hans-Peter Hirsch (25 Jahre) und Monika Schömperle (35 Jahre). In den Ruhestand verabschiedet wurden außerdem Gerline Rettenmeier, Agathe Reinhardt, Annelia Kornas, Rita Schall und Susana Sedler. Neben den Ehrungen bekamen die zahlreichen Freiwilligen, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in den verschiedenen Einrichtungsteilen absolviert hatten, zum Dank ein kleines Geschenk überreicht.
24.07.2025
Zum 18. Mal fand das Benefizkonzert „Guck a Gugg“ an der Konrad-Biesalski-Schule (KBS) statt. Fast genauso lang wird der Erlös des Konzerts nun bereits an den Verein Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. in Hamburg gespendet. „Jeder Tropfen zählt und jeder Beitrag hilft – ganz nach dem Motto des Vereins hoffen auch wir mit unserem Beitrag jedes Jahr als soziale Einrichtung etwas zurückgeben zu können und freuen uns über die schon so lange Zusammenarbeit“, so Timo Menge, der die Veranstaltung schon seit Jahren organisiert. In diesem Jahr konnten 1.000 Euro an Viva con Agua gespendet werden, um die Vision des Vereins, dass Menschen weltweit Zugang zu sauberem Wasser, Hygieneeinrichtungen und sanitärer Grundversorgung bekommen, zu unterstützen.
Die symbolische Spendenübergabe fand in der vergangenen Woche auf dem Gelände der KBS statt. Kurz vor den Sommerferien wird der Erfolg gemeinsam mit allen Beteiligten des Konzerts beim traditionellen Pizzaessen im Internat gefeiert.
17.07.2025
Wasseralfingen. Bei strahlendem Sommerwetter feierte der inklusive Schulkindergarten „Rosengarten“ vergangenen Sonntag in der Schlossstraße in Wasseralfingen mit einem bunten „Jubiläumsfeschdle“ sein 50-jähriges Bestehen. Die Rosengarten-Kinder gestalteten den besonderen Tag für die zahlreichen Gäste bunt und lebendig und entführten diese gleich zu Beginn in eine „Unterwasserwelt“. Ein Thema, das sie schon ein ganzes Kindergartenjahr begleitet hatte. „Jeder hier gehört dazu“ sangen die Kinder zusammen und beschreiben damit genau, was ihren Kindergarten besonders macht.
Seit einem halben Jahrhundert werden Kinder mit und ohne Behinderung im Rosengarten gemeinsam und doch ganz individuell und vor allem wohnortnah betreut. Zu verdanken ist die 50-jährige Erfolgsgeschichte einer mutigen Elterninitiative, die sich für eine Förderung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung aussprach. Sie ist eng verbunden mit dem Körperbehindertenverein Ostwürttemberg e.V. (KBVO), einer Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Behinderung. „50 Jahre, das muss gefeiert werden“, so Sarah Walter, Leitung des Schulkindergartens. Auch die Geschäftsführer des Kindergartenträgers Reha-Südwest Ostwürttemberg-Hohenlohe gGmbH, Ron Geyer und Hannes Scholz, sehen den Rosengarten als einen Leuchtturm und ein Ergebnis gemeinsamer Arbeit über Jahrzehnte hinweg und bedankten sich vor allem auch für das Vertrauen der Eltern sowie das jahrelange Engagement des Vermieterehepaars Allgeyer.
Mit einem bunten Programm aus verschiedenen Spielstationen für Klein und Groß, an denen man unter anderem Bilder aus Sand entwerfen konnte, einer Bewegungslandschaft und einem Kinder-Mitmach-Konzert war beim Jubiläumsfest für jeden etwas dabei. Außerdem gab es auch eine große Büchertombola und eine TaiChi-Vorführung. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die BigBand des Kopernikus-Gymnasiums (KGW) unter Leitung von Hans-Jörg Beiderwellen-Fuchs. Grillspezialitäten und süße Waffeln sowie Kaffee und Kuchen sorgten dafür, dass die Gäste nicht hungrig blieben. Ein Highlight für Groß und Klein war an diesem Tag auch das Maskottchen Timi, das zusammen mit seiner Freundin Lola Stimmung unter die Gäste brachte und die Kinder zum Tanzen und Singen einlud. Eine weitere Besonderheit war die Veröffentlichung des Kinderbuches „Kleine Helden, große Abenteuer“, mit wahren Geschichten und Erlebnissen aus dem Rosengarten-Alltag. Der KBVO unterstützte die Herausgabe des Buches mit 500 Euro.