Konrad-Biesalski-Schule Wört

Staatlich anerkannte Heimsonderschule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche- mit Schulkindergärten


Konrad Biesalski

* 14. November 1868 in Osterode (heute Ostróda), Ostpreußen
† 27. Januar 1930 in Berlin

 

Biesalski war ein deutscher Orthopäde und Hochschullehrer. Er gilt als Begründer der modernen
Behindertenfürsorge und war dadurch wegbereitend für Sonderpädagogik und soziale Arbeit.

Als Schularzt beobachtete Biesalski die sozialen Probleme der Körperbehinderten. Er sah, dass
diejenigen, die keine orthopädische Behandlung erhielten, im ihrem „Krüppeltum“ verblieben.
Um die „Krüppel“, die Hilflosen, Gebrechlichen und „Siecher“, wie sie genannt wurden, kümmerte
sich bis zu dieser Zeit die kirchliche Armenfürsorge. Biesalski wollte erreichen, dass die „Krüppel“
als „Kranke“ definiert wurden.

Er hatte die Idee, körperbehinderte Menschen in eigens dafür geschaffenen Einrichtungen
unterzubringen. Das moderne „Krüppelheim“ nach seinen Vorstellungen sollte drei Grundfunktionen
erfüllen: medizinische Behandlung, Erziehung sowie Unterricht und eine Berufsausbildung für die
Körperbehinderten.

Biesalski führte auch die erste amtliche „Krüppelzählung“ in Deutschland durch. Ziel war, die Zahl
der Körperbehinderten nach einheitlichen Kriterien zu ermitteln.

Biesalskis Arbeit gilt als wegweisend für die moderne Pflege von Menschen mit Behinderung.
Zahlreiche Einrichtungen und Wohnheime für Körperbehinderte wurden nach ihm benannt.