Konrad-Biesalski-Schule Wört

Staatlich anerkannte Heimsonderschule für körperbehinderte Kinder und Jugendliche- mit Schulkindergärten


Psychomotorik: Lernen in Bewegung

 

Psychomotorik, ein Weg ganzheitlicher Frühförderung - Konrad-Biesalski-Schule kooperiert mit Fichtenauer Kindergärten

Ab Januar 2009 bietet das Team der Beratungsstelle an der Konrad-Biesalski-Schule, Wört, eine Psychomotorikgruppe an. Dabei kooperieren wir mit den Fichtenauer Kindergärten in Matzenbach, Unterdeufstetten und Wildenstein.

Psychomotorik: Lernen in Bewegung

Sprache und Bewegung, Fühlen und Denken hängen eng zusammen, deshalb benötigt die kindliche Entwicklung Bewegung. Psychomotorik ist ein ganzheitliches Konzept zur Entwicklungsförderung. Über die Bewegung, im Kontakt und im Dialog mit dem Kind werden Handlungen und Spiele entwickelt

Das Kind soll sich als Akteur in einer Kleingruppe erleben dürfen. Die Ideen eines jeden sind gefragt, Erwachsene unterstützen beim Umsetzen und geben Impulse. Psychomotorik ist eine Grundhaltung, die seelische und motorische Aspekte der Kindesentwicklung gleichermaßen berücksichtigt.

Welche Kinder profitieren von Psychomotorik?

  • Kinder, die mit ihren Bewegungen oft über das Ziel hinausschießen, ihre Kräfte nicht richtig einschätzen können
  • Kinder, die in ihrer Konzentration gestört, in ihren Wahrnehmungen auffällig sind
  • Kinder, die immer wieder stolpern, als ungeschickt und tollpatschig gelten und Bewegung lieber vermeiden
  • Kinder, die eher Angst haben, mit anderen herumzurennen, die sich nicht trauen bei Spielen mitzumachen
  • Kinder, die keinen Augenkontakt halten können, die mehr zuschauen als selbst tätig sind
  • Kinder, denen das Sprechen noch schwer fällt

Die Hintergründe für diese Verhaltensweisen können sehr unterschiedlich sein. Oft reichen bereits wenige „Spiel-Stunden“, um dem Kind die Sicherheit zu vermitteln, dass es die Aufgabe bewältigen kann.

Wie sieht das in der Praxis aus? Ein Beispiel einer Psychomotorikstunde:

Häufig kommen die Kinder bereits mit Ideen in die Stunde. Wenn nicht, so erhalten sie durch die im Raum angebotenen Aufbauten und Materialien Anstöße, ihre Kreativität und Gemeinsinn zu entwickeln. Im Begrüßungskreis wird das geplant.

 

Die dicke Matte musste erst auf die Langbänke geschoben werden. Alle packten mit an. Erst dann konnte herumgeklettert werden. Hier werden verschiedene Dinge die rollen können (Ringe, Autoreifen) ausprobiert.

 

Auch ruhige Spiele gehören zu einer Bewegungsstunde. Das erfordert Konzentration, die Bewegung muss gelenkt und dosiert werden. Die Kinder sind ruhig geworden. Das Spielen ist gleich vorbei. Wer mag kann erzählen, was heute besonders schön war - oder auch das sagen was gar nicht so gut war. Oft entstehen schon Ideen für die kommende Stunde.

Psychomotorik will Mut machen

So gelingt Bewegungserziehung: Mit dem Gefühl „Ich kann das!" erinnern sich Kinder ihrer ureigenen Kräfte und entwickeln Fähigkeiten, sich neugierig und selbstbewusst dem Leben zu stellen. Ein wesentliches Prinzip der Frühförderung ist die Beratung und Begleitung der Eltern. Wir beobachten die Entwicklung des Kindes (begleitende Diagnostik) und besprechen unsere Beobachtungen mit den Eltern.

Auch für die Erzieherinnen wollen wir Ansprechpartner sein. Unser Ziel ist, die Lebensbedingungen von Kindern zu verbessern. Die Stärken erkennen, damit die Schwächen nicht die Seele und das Handeln beeinträchtigen.

Mehr als zehn solcher Gruppen mit Plätzen für sechs bis zehn Kinder sind in den letzten Jahren im Raum Ellwangen/Crailsheim/Stödtlen entstanden. Ab Januar 2009 können im Turnraum des Wildensteiner Kindergartens Kinder aus Matzenbach, Wildenstein und Unterdeufstetten zur psychomotorischen Förderung turnen und spielen.