Allgemeines
Als Arbeitsgrundlage dient für Schüler/innen, Mitarbeiter/innen, Eltern und alle beteiligten Personen eine gemeinsame Plattform. Diese gründet sich aus Selbstbestimmung, Toleranz und Kooperation. Sie schafft ein Klima, das allen Beteiligten Vertrauen und Zuversicht ermöglicht. Nach unserer Erfahrung sind dies die Rahmenbedingungen einer Lebensqualität, in der Lernen eine zentrale und lustbetonte Rolle spielt. Ein Lernen, das uns alle erfasst und dauerhaft zukunftsfähig macht.
Schulischer Lebensraum bezieht die tatsächliche Lebenswelt von Schüler/innen, Mitarbeiter/innen und der Gesellschaft mit ein. So wird den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen die Entwicklung einer sehr persönlichen Lebensgeschichte ermöglicht. Die besondere Qualität liegt im Wachsen vielfältiger Beziehungen nach Draußen. Dies geschieht durch unterrichtliches Handeln der Schüler/innen auf sich gestellt und mit anderen zusammen. Das Verlassen des Raumes Schule, hin zu den Orten der normalen Lebenverwirklichung öffnet die Welt.
So tritt die Schule als Netzwerk auf, in dem das Entwickeln, Erhalten und Ausbauen "normaler" Lebensgeschichten ermöglicht wird.
Unsere Schule begreift sich weniger als Raum, sondern als Ausgangspunkt. Von diesem gehen vielfältigste Beziehungen in alle unser Leben betreffenden Bereiche aus. Selbstversorgung und zur Versorgung beitragen, Wohnen, Freizeit , Öffentlichkeit und Beziehungen zu "Anderen" sind für alle Menschen die entscheidenden und zu erlernenden Lebensgrundlagen.
Im Rahmen einer sorgfältigen und individuellen Abwägung von Angebot und Nachfrage werden Lernwelten gestaltet, die Wahlmöglichkeiten, Rückmeldung und ein hohes Maß an Erfolgsaussichten ermöglichen. Diese Erfolge messen sich an der sichtbaren Lebensgestaltung unserer Schüler/innen. Dies auch dann, wenn schwerste Einschränkungen zugrunde liegen.
Auch die fortschreitende Persönlichkeitsentwicklung mit Lebensfreude, Freundschaften, Wertschätzung der "Anderen" und Leistungswille zeigen an, dass vielfältige Bewältigungsstrategien im Alltag entwickelt werden, um ein unabdingbares Maß an Unabhängigkeit zu erreichen. Dies setzt bei allen Beteiligten die Kraft und den Mut frei, Aufgabenstellungen mit einem Höchstmaß an Respekt vor dem Menschen, Höflichkeit, Achtung, Toleranz und Fairness zu bewältigen. Der eingeschlagene Weg bestimmt den Lebensraum und ist gleichzeitig auch das Ziel.